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\documentclass[parskip=full]{scrartcl}
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\usepackage[utf8]{inputenc} % utf8 file encoding
\usepackage[T1]{fontenc} % powerful pdf output encoding

\usepackage[color]{PPaushang}
\usepackage{helvet}
\usepackage{csquotes}
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\usepackage{hyperref}
\hypersetup{
  pdftitle={PSE: Tipps},
  pdfcreator={KIT, IPD Snelting},
  debug=true,
  bookmarks=true,
  bookmarksopen=true,
  bookmarksopenlevel=2,
}
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\usepackage[german]{babel}

\title{Praxis der Software-Entwicklung \\
  \Large{Tipps und Tricks}}
\author{%
  \normalsize{Lehrstuhl Programmierparadigmen}\\
  \normalsize{Karlsruher Institut f\"ur Technologie (KIT)}}
\date{\normalsize{Stand: \today}}

\begin{document}
\maketitle

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typo    
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Manche Tipps und Tricks wiederholen wir häufig.
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Dies ist eine Sammlung, um nichts zu vergessen
und weniger Fehler beim Erklären zu machen.

\section{Technisches}
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\dictum[Francis Glassborow]{
Good programmers use their brains,
but good guidelines save us having to think out every case.
}

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\subsection{Versionskontrollsystem}

Wir empfehlen Subversion oder Git,
weil wir als Betreuer damit Erfahrung haben.

Git-Tipps:

\begin{itemize}
  \item \href{http://try.github.io}{Interactive Git Tutorial}: für Anfänger.
  \item \href{http://gitref.org/}{Git Reference}: relativ kompakte Anleitung.
  \item \href{http://git-scm.com/}{Offizielle Git Projektseite}
  \item \href{http://eagain.net/articles/git-for-computer-scientists/}
    {Git for Computer Scientists}:
    \enquote{Quick introduction to git internals for people who are not scared by words like Directed Acyclic Graph.}
  \item Vermeide den Parameter \texttt{--force} bzw. \texttt{-f}.
    Häufig schiebst du damit Probleme nur deinen Teamkollegen zu.
\end{itemize}

\subsection{Dokumentenformat}

Wir empfehlen \LaTeX,
weil es sich gut mit Versionskontrollsystemen vereinbaren lässt
und man hier schon für die Bachelorarbeit üben kann.
Office o.ä. ist aber auch möglich.

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\subsubsection{\LaTeX}

Statt den normalen Dokumentklassen,
empfiehlen wir vor allem für deutsche Dokumente
die KOMA-Scriptklassen zu verwenden.
Diese sind flexibler und besser für deutsche Typografie ausgelegt.
Das bedeutet deutsche Dokumente starten
mit der folgenden Deklaration.

\begin{verbatim}
\documentclass[parskip=full]{scrartcl}
\end{verbatim}

Das \texttt{parskip=full} sorgt
für eine Absatzabstand von einer Zeile
und die erste Zeile eines Absatzes wird nicht eingerückt.
Das ist im Deutsch das übliche Format,
aber nicht im Englischen.

Weitere für (deutsche) \LaTeX-Dokument fast immer gute Einstellungen:
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\begin{verbatim}
\usepackage[utf8]{inputenc} % use utf8 file encoding for TeX sources
\usepackage[T1]{fontenc}    % avoid garbled Unicode text in pdf
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\usepackage[german]{babel}  % german hyphenation, quotes, etc
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\usepackage{hyperref}       % detailed hyperlink/pdf configuration
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\hypersetup{                % `texdoc hyperref` for options
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  pdftitle={PSE: Tipps},
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  bookmarks=true,
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}
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\usepackage{csquotes}       % provides \enquote{} macro for "quotes"
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\end{verbatim}

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Die Dokumentation der Pakete ist häufig lesenswert.
Insbesondere bei den Paketen  hyperref und scrguide (KOMA-Script).
Wer TeXLive per Kommandozeile benutzt kann einfach
\texttt{texdoc scrguide} aufrufen.

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\subsection{UML Diagramme}

\begin{itemize}
  \item \href{http://umbrello.kde.org/}{Umbrella} um einfach nur Diagramme zu zeichnen
  \item \href{http://argouml.tigris.org/}{ArgoUML} um auch Code zu generieren und beim Entwurf zu helfen
  \item \href{http://www-01.ibm.com/software/rational/uml/}{IBM Rational Software Architect} ist im ATIS Pool installiert.
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  \item \href{http://www.bouml.fr}{BOUML} noch ein UML Tool
  \item \href{http://www.umlet.com/}{UMLet} noch ein UML Tool
  \item \href{http://www.umlgraph.org/}{UMLGraph}
    für Versions-Control-freundliche UML Diagramme.
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\end{itemize}

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\section{Kolloquium}

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\dictum[Lilly Walters]{
The success of your presentation will be judged not by the knowledge you send
but by what the listener receives.
}

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Ein paar Hinweise für die Kollquien bzw. für Präsentation allgemein.

\begin{itemize}
  \item Alleine Üben!
    Daheim vor dem Spiegel üben.
    Einen Vortrag nur alleine, aber im Stehen und laut sprechend, vorzutragen
    ist meist schon lehrreich im Vergleich zu stillem Folienbasteln.
  \item Vor dem eigenen Team üben und konstruktiv gegenseitig kritisieren.
    Oft sehen die Kollegen Ticks, die man selbst nicht wahrnimmt.
    Beispielsweise häufige Ähs, häufiges Wegschauen vom Publikum,
    verschränkte Arme, Nuscheln, nervöses herumlaufen, etc.
  \item 10 Minuten sind nicht lange,
    aber man kann viel Information darin unterbringen.
  \item Prof. Snelting achtet sehr auf die Zeit.
    10 Minuten sind nicht 12 Minuten und auch nicht 7 Minuten.
  \item Daumenregel: 2 Minuten pro Folie, also 5 Folien.
    Ein Folie umfasst dabei möglicherweise Animationen / Overlays.
  \item Die Folien dem Betreuer zur Durchsicht geben.
  \item Auf die interessanten Punkte konzentrieren
    und sich nicht in den Details verlieren.
    Trotzdem sollte natürlich der Inhalt möglichst vollständig sein.
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  \item Keine Agenda-/Inhaltsverzeichnis-/Gliederungsfolie.
    Ist nicht mehr zeitgemäß und langweilt nur.
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\end{itemize}

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\section{Organisatorisches}

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\dictum[Bjarne Stroustrup]{
Design and programming are human activities; forget that and all is lost.
}

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\begin{itemize}
  \item Meldet euch so früh wie möglich im \href{https://studium.kit.edu}{Studierendenportal} für PSE (Pr.Nr. 529) und TSE (Pr.Nr. 455) an.
  \item Mails an den Betreuer sollten vom Phasenverantwortlichen kommen.
\end{itemize}

\section{Pflichtenheft}

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\dictum[Dwight Eisenhower]{
I have always found that plans are useless, but planning is indispensable.
}

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Das fertige (Software-)Produkt wird am Ende der gesamten Entwicklung am Pflichtenheft gemessen (Stichwort Endabnahme).
Stellt der Auftraggeber zu große Unterschiede fest, wird er nicht bezahlen.
D.h.\ schon das Pflichtenheft muss es dem Leser ermöglichen, eine exakte Vorstellung des fertigen Produkts zu bekommen.
Insbesondere müssen \emph{alle} Produktfunktionen und -daten genannt und hinreichend genau beschrieben werden,
(G)UI-Entwürfe sind Pflicht, Bedienelemente müssen erklärt sein (z.B. Menüführung), und der Leser muss durch das Pflichtenheft
wissen, wie er das fertige Produkt verwenden kann (Stichwort Testfallszenarien).

\begin{description}
  \item[Musskriterien]
    Mindestanforderungen, gehen aus Aufgabenstellung hervor.
    Möglichst klein halten.
  \item[Wunschkriterien]
    Von den Gruppen selbst definierte, zusätzliche Funktionalität.
  \item[Abgrenzungskriterien]
    Was unterstützt unser Produkt explizit \emph{nicht}.
\end{description}

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Und noch einige generelle Anforderungen an das Pflichtenheft.

\begin{itemize}
  \item Wird jedes Kriterium durch mindestens einen Testfall geprüft?
    Zumindest intern (möglicherweise auch direkt im Pflichtenheft selbst)
    sollte für jedes Kriterium eine Liste an Testreferenzen
    und für jeden Test eine Liste an Kriteriumsreferenzen feststehen.
  \item Man stelle sich vor, das Pflichtenheft wird
    für Entwurf und Implementierung
    an ein anderes Team übergeben
    und das Ergebnis kommt zur Qualitätssicherung zurück.
    Wie zuversichtlich seid ihr,
    dass das Ergebnis euren Vorstellungen entspricht?
    Abweichungen von euren Vorstellung dürfen nur kritisiert werden,
    wenn dadurch Testfälle fehlschlagen.
  \item Das Pflichtenheft sollte auch von nicht technisch-versierten Menschen
    zu großen Teilen verstanden werden können.
    Am besten jemand fach-fremden zum Lesen geben
    und danach Verständnisfragen stellen.
\end{itemize}

\subsection{Struktur}

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Beschreibung und Beispiele von Pflichtenheften
finden sich in der Vorlesung Softwaretechnik 1.
Die Struktur muss aber nicht exakt übernommen werden.
Sinnvolle Änderungen könnten sein:

\begin{itemize}
  \item Funktionale Anforderungen von Muss- und Wunschkriterien mischen und
    durch Layout, Stil, Marker, Icons entsprechend kennzeichnen.
  \item
    Ein Pflichtenheft darf mehr enthalten als nur einen Katalog an Kriterien.
    Das Endprodukt soll komplett erklärt werden,
    also könnte Hintergrundwissen aus anderen Quellen hilfreich sein.
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  \item Reihenfolge der Kapitel verändern,
    so dass es flüssiger von vorne nach hinten gelesen werden kann.
  \item Testfallszenarien als Liste formatieren,
    so dass es als Checkliste für den Tester fungiert.
    Ein Punkte sollte dabei immer genau eine Aktion des Testers
    und die erwartet Reaktion des Programms sein.
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\end{itemize}

\subsection{Technisches Schreiben}

Technisches Schreiben ist wichtig für alle Arten von technischen und wissenschaftlichen Dokumenten,
also auch API-Dokumentation, Bachelorarbeit und Pflichtenheft.
Es bedeutet vor allem eine präzise Ausdrucksweise
und widerspricht dabei einigen Regeln,
die man im Deutschunterricht gelernt hat.
Ein paar praktische Tipps:

\begin{itemize}
  \item Vermeide Adjektive.
    Oft (nicht immer) sind sie unnötig oder
    ein schlechter Ersatz für einen ungenauen Begriff.
  \item Definiere Begriffe klar und verwende keine Synonyme.
    Synonyme lassen offen, ob genau das gleiche gemeint ist
    oder nur etwas ähnliches.
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  \item Abkürzungen sollten bei der ersten Verwendung (EV)
    ausgeschrieben werden. Nach der EV reicht dann die Kurzform.
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  \item Versuche konkrete Zahlen und Namen anzugeben.
    Vermeide ungenaue Ausflüchte wie:
    meistens, viele, oft, möglichst, üblich, jemand, manche.
  \item Viele kurze Sätze sind einfacher zu verstehen als wenige lange Sätze.
  \item Beispiele machen das Endprodukt greifbarer.
  \item Illustrationen minimalistisch halten (z.B. IKEA Bauanleitung).
    Eine Information, ein Bild.
    Lieber mehrere ähnliche Bilder als ein komplexes Bild.
  \item Vermeide Wiederholung, stattdessen Referenzen benutzen.
    Wiederholungen haben oft subtile Unterschiede,
    was zu Unklarheit und Verwirrung führt.
    Bei Änderungen wird oft vergessen,
    dass Wiederholungen auch angepasst werden müssen.
  \item Versionskontrolle ergibt auch für technische Texte Sinn
    und nicht nur für Code.
\end{itemize}

Das Pflichtenheft ist das entscheidenste Dokument
zwischen Kunde und Entwickler am Ende eines Projekts.
Es darf \textbf{keinen Spielraum für Interpretationen} offen lassen.

\section{Entwurf}
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\dictum[Bob Martin]{
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Design is the art of separation, grouping, abstraction, and hiding. The fulcrum of design decisions is change. Separate those things that change for different reasons. Group together those things that change for the same reason.
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}
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\subsection{Inhalt}

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\begin{itemize}
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  \item Einleitung mit grobem Überblick.
    Dieser Abschnitt soll an das Pflichtenheft anschließen
    und die Aufteilung in die Pakete erklären.
  \item Detaillierte Beschreibung \emph{aller} Klassen.
    Das beinhaltet (JavaDoc) Beschreibungen zu allen Methoden,
    Konstruktoren, Packages und Klassen.
  \item Beschreibung von charakteristischen Abläufen
    anhand von Sequenzdiagrammen.
    Beispielsweise bieten sich Testszenarien aus dem Pflichtenheft hier an.
    Wir empfehlen Sequenzdiagramme möglichst früh zu erstellen,
    dann dabei werden die Schnittstellen zwischen Packages und Klassen klar.
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  \item Aufteilung in Klassen/Pakete
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    die unabhängig voneinander implementiert und getestet werden können.
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    Mit Blick auf den Implementierungsplan.
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  \item Änderungen zum Pflichtenheft, bspw. gekürzte Wunschkriterien
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  \item Vollständiges großformatiges Klassendiagramm im Anhang.
    Ausschnitte/Teile können bereits vorher verwendet werden,
    um Teilkomponenten zu beschreiben.
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  \item Identifikation von Entwurfsmustern
    um Struktur gröber zu beschreiben (möglicherweise).
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\end{itemize}

\subsection{Bewertung eines Entwurfs}

Hier ein paar Tipps, wie man einen Entwurf einschätzen kann.
Paradoxe Anforderungen zeigen, dass gutes Design ein Kunst ist.

\begin{itemize}
  \item Geheimnisprinzip (information hiding) beachtet?
    Jede Entwurfsentscheidung sollte in genau einer Klasse gekapselt sein,
    so dass eine Änderung dieser Entscheidung
    auch nur diese eine Klasse betrifft.
    Allgemein sollte ein Klasse/Paket möglichst wenig interne Details
    nach außen preisgeben.
  \item Lose Koppelung zwischen Klassen/Paketen?
    Abhängigkeiten zu fremden Schnittstellen
    machen spätere Änderungen aufwendiger.
    Im UML Diagramm sollten möglichst wenig Verbindungen
    zwischen Klassen zu sehen sein.
    Siehe auch Law of Demeter.
  \item Starke Kohäsion innerhalb von Klasse/Paket?
    Wenn Methoden einer Klasse eigentlich unabhängig voneinander sind,
    ist es ein Zeichen,
    dass eine Auftrennung in zwei Klassen sinnvoll sein könnte.
    Kohäsion führt zu besserer Wiederverwendbarkeit der einzelnen Klassen.
  \item Klassen/Pakete sind gleichzeitig erweiterbar und stabil?
    Erweiterbarkeit bei stabilem Interface ist der große Vorteil
    von objekt-orientertem gegenüber proceduralem Entwurf,
    der durch Vererbung und Polymorphie erreicht wird.
    Siehe auch Open-Closed Principle.
  \item Liskovsches Substitutionsprinzip bei Vererbung erfüllt?
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    Unterklassen sollte alle Nachbedingungen
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    und alle Invarianten der Oberklasse erfüllen.
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    Andernfalls könnte es zu Fehlern kommen,
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    wenn eine Unterklasse als Oberklasse verwendet wird.
  \item Verhalten von Implementierung getrennt?
    Das Verhalten (Was soll getan werden) ändert sich sehr viel häufiger
    als die Implementierung (konkrete Algorithmen).
    Beispielsweise sind Sortieralgorithmen recht statisch,
    während die Frage wonach sortiert werden soll,
    sehr flexibel sein sollte.
  \item Keine zyklischen Abhängigkeiten?
    Beispielsweise ist eine zyklische Abhängigkeit
    von Konstruktoren schlicht nicht möglich.
    Eine zyklische Abhängigkeit von größeren Modulen bedeutet,
    dass man alles auf einmal implementieren muss,
    bevor irgendwas funktioniert.
    Entwurfsmuster um Abhängigkeiten zu entfernen:
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    Observer, Visitor, Strategy
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  \item Lokalitätsprinzip beachtet?
    Eine Klasse/Paket/Methode sollte für sich verständlich sein,
    ohne das Kontext notwendig ist.
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\end{itemize}

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\subsection{Mehr Links}

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\begin{itemize}
  \item \href{https://github.com/MatzeB/texdoclet}{TeXdoclet}
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    um mit JavaDoc \LaTeX{} zu erzeugen.
    Das ermöglicht den automatischen Flow:
    ArgoUML $\rightarrow$ JavaDoc+TeXdoclet $\rightarrow$
    \LaTeX{} $\rightarrow$ Section \enquote{Klassenbeschreibung} im Entwurf.
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  \item \href{http://www.iste.uni-stuttgart.de/se-old/links/links-se/entwurfsregeln-fuer-den-objektorientierten-entwurf/principles.html}{Prinzipien für den objektorientierten Entwurf},
    Guter Überblicksartikel.
  \item \href{http://prinzipien-der-softwaretechnik.blogspot.de/}{Prinzipien Der Softwaretechnik},
    Blog zum Thema Prinzipien im Software Engineering.
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\end{itemize}

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\section{Implementierung}
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\dictum[Linus Torvalds]{Talk is cheap. Show me the code.}
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\subsection{Implementierungsplan}

\begin{itemize}
  \item Klarer zeitlicher Ablauf der Implementierungsphase,
    um frühzeitig Verzögerungen zu bemerken.
  \item Klare Aufgabenverteilung im Team.
  \item Abhängigkeiten aus dem Entwurf müssen beachtet werden.
  \item Als Form bietet sich ein GANTT Chart an.
    Verpflichtend ist es aber nicht.
  \item Zu \emph{Beginn} der Implementierungsphase
    beim Betreuer abzugeben.
\end{itemize}

\subsection{Unittests}

\begin{itemize}
  \item Von Anfang an Unittests benutzen.
    Diese Tests gehören \emph{nicht} in die Phase Qualitätssicherung.
  \item Vor allem nicht-graphische Klassen können so
    frühzeitig getestet und Regressionen vermieden werden.
  \item Nur öffentliche Schnittstellen testen.
    Private Methoden werden nicht getestet.
  \item Unittests testen nur kleine \enquote{units}
    (üblicherweise einzelne Klassen) für sich.
    Es sollen nicht ganze Testszenarien getestet werden.
\end{itemize}

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\section{Qualitätssicherung}
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\dictum[Edsger Dijkstra]{
Program testing can be used to show the presence of bugs,
but never to show their absence!
}

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\section{Abschlusspräsentation}
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\dictum[George Torok]{
We love to hear stories. We don’t need another lecture. Just ask kids.
}

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Showtime!

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\end{document}